Suchmaschinenoptimierung mit lokalem Bezug (oft unter dem Begriff „Local-SEO“ bekannt) wird für viele kleine und mittelständische Unternehmen zunehmend wichtiger, da viele potenzielle Kunden nach entsprechenden Dienstleistungen online suchen. Sei es der Arzt, der Anwalt, das Fitnesscenter, das Restaurant oder viele weitere Geschäfte in der Nähe, viele nutzen die Onlinesuche, da diese viele Vorteile bietet. Es kann einfach verglichen werden, bspw. bei den Leistungen, Preisen etc., und  Bewertungen helfen oft bei der Entscheidungsfindung.

Für einen guten Onlineauftritt braucht es mehr als nur eine Website. Es müssen Google-MyBusines-Profile erstellt/gepflegt werden und viele weitere Branchenverzeichnisse. Dabei gilt es einige Punkte bei der Website selbst und auch bei der Optimierung der Google-MyBusiness-Profile zu beachten, um eine gute Position zu erreichen.

1. Kenne deine Konkurrenten

Als erstes ist es wichtig, die direkten Konkurrenten zu kennen, um zu wissen, wie diese aufgestellt sind. Dies ist wichtig für entsprechende Optimierungsmaßnahmen, da damit die möglichen Grenzen und Ziele einschätzbar werden. Zusätzlich lässt sich damit auch der Aufwand relativ gut abschätzen, der für das Erreichen bestimmter Positionen nötig ist. Dabei sollte man grundsätzlich folgende Punkte analysieren:

  • Anzahl der potenziellen Konkurrenten
  • textueller Aufbau der Website (Stil, Anzahl der Texte, Verlinkungen etc.)
  • Bewertungen
  • in welchen Branchenverzeichnissen zusätzlich zu Google MyBusiness vertreten (dort ebenfalls die vorherigen Punkte analysieren) …hier fehlt etwas, oder?

2. Wie bin ich aufgestellt und wo stehe ich aktuell?

Als nächstes sollte man festhalten, an welchen Positionen man aktuell auffindbar ist. Dies dient u.a. dem späteren Vergleich, und man findet möglicherweise selbst schon einmal Optimierungspotenzial für seine Branchenprofile und für die eigene Website. Bei der Keywordsuche und dem Analysieren der eigenen Positionen sollte man möglichst versuchen, sich in den Kunden hineinzuversetzen, indem man sich bspw. folgende Fragen stellt:

  • Welche Begriffe/Bezeichnungen gibt es für meine Dienstleistung? Bspw. sucht ein Kunde sowohl nach „Anwalt Kündigung“, aber auch nach „Anwalt Arbeitsrecht“. Das Erste ist zwar spezifischer und beschreibt das genaue Thema, aber nicht das Fachgebiet.
  • Wo befinden sich meine potenziellen Kunden? Gibt es entsprechende Portale, wo diese z.B. nach Rat suchen? –> Gezielt mit Kunden in Kontakt treten und deren Probleme verstehen
  • Beschreibe ich meine Leistungen für potenzielle Kunden verständlich?  Man kann nicht immer davon ausgehen, dass alle Fachbegriffe, die man persönlich kennt, auch allen anderen bekannt und verständlich sind. Tipp: Fragen Sie Freunde, Bekannte etc., die themenfremd sind.

3. Kenne die Keywords, die Nutzer einsetzen

Als nächstes ist es wichtig, die potenziellen Kunden zu verstehen und zu wissen, welche Keywords diese bei der Suche einsetzen. Dies hat für Sie den Vorteil, dass Sie Ihre potenziellen Kunden noch gezielter ansprechen können. Das lässt sich bspw. mit Google Search-Console und Analytics herausfinden.

4. Kenne relevante Branchendienste, Portale, Foren, Events etc.

Wenn Sie wissen, wo sich Ihre potenziellen Kunden aufhalten und bei ihren Problemen und Sorgen nach Lösungen suchen, dann können Sie dies gezielt einsetzen, um einerseits ein gutes Verständnis für Ihre potenziellen Kunden zu erhalten und andererseits dafür, dass Sie mit entsprechender Kommunikation und Tipps einen gewissen Expertenstatus erhalten. Wenn Sie als Experte angesehen werden, dann sind regelmäßige Kundenanfragen keine Ausnahme mehr.

5. Umsetzung von Content-Strategien

Dieser Punkt knüpft an alle vorherigen Punkte an, denn dadurch können Sie Ihre Website mit entsprechenden Verlinkungen, Bildern, Texten bestmöglich auf Ihre Zielgruppe optimieren. Texte, Bilder, Videos und das Design einer Website sind grundlegend äußerst wichtig und entscheiden über den ersten Eindruck und das vermittelte Vertrauen beim Kunden. Daher sollte die Strategie beim Erstellen von Inhalten penibel geplant und geprüft werden. Vermeiden Sie Fehldarstellung, Bilder in pixeligen Auflösungen und Fehler bei Texten.

6. Gezielte Seiten mit Landingpages

Gibt es Bereiche, die thematisch getrennt und völlig unabhängig sind, bietet es sich oft an, entsprechende Landingpages (Seiten mit nur einem konkreten Thema) zu erstellen und zu nutzen. Hat z.B. eine Kanzlei eine sehr breite Spanne an Rechtsgebieten, die sie anbietet, kann es durchaus Sinn machen, die Bereiche entsprechend zu trennen, um gezielt Optimierungen durchführen zu können. Eine Website und ein Google MyBusiness-Profil auf viele Bereiche zu optimieren ist äußerst schwierig bis nicht machbar, sodass entsprechende Ziele nicht erreichbar werden.

7. Technische Faktoren

Auch das, was Sie als Nutzer einer Website und von Branchenprofilen nicht direkt sehen können, hat sehr oft eine nicht unerhebliche Relevanz. Dabei geht es konkret um folgende Faktoren:

  • URL-Aufbau
  • Alt-Attribute (Alternativer Text) bei Bildern (Der Google-Bot und andere Crawler können Texte in Bildern nicht erkennen)
  • Geschwindigkeit
  • http/https
  • HTML-Struktur
  • Meta-Tags
  • Schema.org
  • KML-Dateien
  • fehlerfreie Website, damit der Google- und andere Bots/Crawler Ihre gesamte Website indexieren können

Ergebnisse:

Bei einem unserer Kunden konnten wir damit bspw. über 60 % mehr Zugriffe erreichen inkl. einer hohen Conversion (d.h. wieviel Benutzer letztendlich zu Kunden werden). Dies führte zu einem entsprechendem Kundenwachstum. Einen weiterführenden Artikel haben wir bereits vor einiger Zeit veröffentlicht. Siehe: https://www.jg-bits.de/ueber-50-prozent-wachstum-mit-reiner-organischer-seo/


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